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Spielplatz

Spielplatz

Mit dem Begriff „Spielplatz" verbindet man in erster Linie den Kinderspielplatz. Aber in Deutschland gibt es noch andere Arten wie Abenteuer- und Seniorenspielplätze. Spielplätze sind vor allem Erlebnisräume, die den Besuchern die Möglichkeit bieten, sich sportlich zu betätigen, etwas mit allen Sinnen zu erleben, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen oder soziale Kontakte zu pflegen. Meist gibt es eine Rutsche, eine Schaukel oder andere Spielgeräte zum Austoben.

Alle Spielplätze in Deutschland haben folgendes gemeinsam: Sie werden kostenlos zur Verfügung gestellt, sind für eine Zielgruppe bestimmt, müssen sowohl Interessen als auch Einschränkungen dieser Gruppe berücksichtigen, Sicherheit gewährleisten und Verletzungsgefahr minimal halten. Alle Spielgeräte werden hier zu Lande mit größter Sorgfalt getestet. Die Betreiber verpflichten sich, den Zustand der Spielanlagen regelmäßig zu überprüfen. Dies beinhaltet eine Sichtkontrolle, die täglich bzw. wöchentlich stattfindet, eine Funktionskontrolle, die alle drei Monate durchgeführt wird, wobei die Funktionsweise und Stabilität aller Geräte nachgeprüft werden, und eine jährliche Kontrolle durch einen Sachverständigen, der den Zustand der Geräte und das allgemeine Umfeld in die Kontrolle einbezieht.

Kinderspielplätze dürfen Kinder im Alter bis 12 Jahre nutzen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Bewegungskompetenz von Kindern zu fördern, ein freies, spontanes Spiel mit gleichaltrigen oder verschieden altrigen Spielkameraden zu ermöglichen und dabei Spaß zu haben. Spielen ist das A und O der geistigen und sozialen Entwicklung der Kinder und Spielplätze leisten ihren Beitrag dazu. Kinderspielplätze gestatten Kindern unabhängig von ihrer Nationalität und sozialer Herkunft gemeinsamen Aktivitäten nachzugehen. Es gibt kaum kein anderes Land in Europa, in dem so zahlreiche, gut gepflegte Kinderspielplätze zur Verfügung stehen.

In den letzten Jahren sind viele Abenteuerspielplätze wie Pilze aus dem Boden geschossen, die ein anderes Ziel vor Augen haben, nämlich die Freizeit zweckmäßig und sinnvoll zu gestalten. Das sind Spielplätze, die außer Spielgeräten noch eine sozialpädagogische Betreuung anbieten. Dort können sich ältere Kinder und Jugendliche Kompetenzen wie lösungsorientiertes Denken oder den Umgang mit Werkzeugen aneignen. Zu den weiteren Aktivitäten zählen beispielsweise ein Lagerfeuer machen, eine Hütte bauen, Brot backen oder Tiere pflegen.

Wir leben in Zeiten des demografischen Wandels: Während es immer mehr ältere Menschen gibt, werden immer weniger Kinder geboren. Sportliche Aktivität bleibt auch im Alter ein aktuelles Thema. Aus diesem Grund gibt man sich in Deutschland Mühe, mit adäquaten Angeboten auf diese Veränderungen zu reagieren. Das magische Wort heißt Seniorenspielplätze (Mehrgenerationenspielplätze). Einerseits gibt es dort speziell für Senioren entwickelte Sportgeräte, die gesundheitliche Einschränkungen dieser Altersgruppe berücksichtigen, andererseits ist das ein Begegnungsort, an dem es für alle Generationen möglich ist, die Freizeit mit Spielen, sportlichen Wettbewerben und Festen zu gestalten.